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V024.1 · Stand: 20.07.2026

Skalierbarkeit & Organisation

Mandantenfähigkeit, nachgewiesene Skalierbarkeit, Rollen- und Berechtigungskonzept sowie dezentrale Benutzerverwaltung der MVS.

Dokumenten-ID
MVS-ORG
Produkt
Mein Videotermin Suite (MVS), Voigtmann GmbH
Version
V024.1
Veröffentlicht
2026-07-19
Zuletzt aktualisiert
2026-07-20
Autor
Voigtmann GmbH
Verwandte Themen
Betriebsmodelle, Integration & Schnittstellen · Betrieb & Support · Strategie & Positionierung

Ist die MVS mandantenfähig und auf große Verwaltungsorganisationen skalierbar? MVS-ORG-01

Ja. Die MVS ist als mandantenfähige Plattform konzipiert und unterstützt den Einsatz in kleinen, mittleren und großen Verwaltungsorganisationen. Unterschiedliche Fachbereiche, Organisationseinheiten oder Behörden können innerhalb einer gemeinsamen Plattform betrieben und organisatorisch voneinander getrennt verwaltet werden – von der zentralen Verwaltung einer Gesamtorganisation bis zur Trennung einzelner Ämter und nachgeordneter Einrichtungen.

Die Skalierbarkeit wurde bereits in produktiven Großumgebungen nachgewiesen: Die bei der Bundesagentur für Arbeit eingesetzte Lösung – eine Independent-Ausprägung der MVS mit eigenständiger Codebasis und hochskalierbarer, georedundanter Betriebsarchitektur – unterstützt bundesweit bis zu 2.500 gleichzeitige Videoberatungen.

Der konkrete Leistungsumfang und die erreichbare Skalierung richten sich nach der gewählten Betriebs- und Bereitstellungsarchitektur, der Individualisierungsmöglichkeit sowie der projektspezifischen Infrastruktur des Auftraggebers.

Wie ist das Lizenzmodell der MVS aufgebaut und wie skaliert es beim Rollout? MVS-ORG-02

Das Lizenzmodell ist modular aufgebaut und besteht aus zwei unabhängig skalierbaren Komponenten:

  • Beraterlizenzen (Named User) – personengebundene Lizenzen für Mitarbeitende, die die MVS für Videoberatungen nutzen,
  • Call-Kapazitätslizenzen – definieren die Anzahl gleichzeitig möglicher Videoberatungen, unabhängig von der Nutzerzahl skalierbar.

Dadurch lässt sich die Plattform schrittweise einführen – beispielsweise zunächst in einzelnen Fachbereichen oder als Pilotprojekt – und später auf weitere Organisationseinheiten oder die gesamte Verwaltung ausbauen. Die getrennte Skalierung vermeidet Überdimensionierungen und passt die Plattform wirtschaftlich an das tatsächliche Nutzungsverhalten an. Konkrete Konditionen werden projektspezifisch angeboten.

Welches Rollenkonzept bietet die MVS? MVS-ORG-03

Die MVS verfügt über ein rollenbasiertes Berechtigungskonzept mit klar definierten Zuständigkeiten, das Verwaltungsaufgaben, Beratungsfunktionen und Systemadministration eindeutig voneinander trennt:

  • Bürgerinnen und Bürger – Teilnahme an einer Videoberatung über den Einladungslink, keine administrativen Berechtigungen,
  • Agent – Durchführung von Videoberatungen, Verwaltung eigener Termine und Verfügbarkeiten,
  • Operator – Terminverwaltung, Steuerung und Verwaltung eingehender Gespräche,
  • Mandanten-Admin – Verwaltung von Benutzern, Organisationseinheiten und Lizenzzuweisungen innerhalb eines Mandanten,
  • Hersteller-Support – technischer Support entsprechend den vereinbarten Supportprozessen,
  • Plattform-Admin – mandantenübergreifende Systemkonfiguration und Plattformadministration,
  • Platform Security Audit – ausschließlich lesender Zugriff auf Monitoring- und Auditinformationen zur revisionssicheren Kontrolle,
  • Verwaltungs-API – programmatische Verwaltung von Organisationseinheiten, Benutzern und Lizenzen über definierte Schnittstellen.

Das Rollenkonzept folgt dem Least-Privilege-Prinzip: Jede Rolle erhält ausschließlich die für ihre Aufgaben erforderlichen Berechtigungen. Die Authentifizierung kann in bestehende Identity-Management-Lösungen (z. B. LDAP, Active Directory) integriert werden und ist von der Berechtigungssteuerung getrennt.

Wie flexibel lässt sich die MVS an Fachbereiche und Organisationsstrukturen anpassen? MVS-ORG-04

Die MVS bildet Organisationsstrukturen über bis zu drei Ebenen von Organisationseinheiten ab (OE Level 1 bis 3). Benutzer werden den jeweiligen Organisationseinheiten zugeordnet und dort entsprechend ihrer Rolle administriert.

So lassen sich Fachbereiche, Ämter, Standorte und nachgeordnete Einrichtungen innerhalb einer gemeinsamen Plattform organisatorisch trennen und verwalten. Organisationsstrukturen können im laufenden Betrieb angepasst werden, ohne Mandantenstruktur oder Beratungsprozesse zu verändern.

Können lokale Administratoren die Benutzerverwaltung für ihren Bereich eigenständig übernehmen? MVS-ORG-05

Ja, über die Rolle des Mandanten-Admins. Mandanten-Admins können innerhalb ihres Mandanten bzw. ihrer Organisationseinheiten insbesondere:

  • Benutzer einladen, aktivieren und deaktivieren,
  • Benutzer Organisationseinheiten zuordnen,
  • fest definierte Rollen vergeben,
  • Verfügbarkeiten und Abwesenheiten verwalten.

Verwaltungsaufgaben werden so dort wahrgenommen, wo die fachliche Verantwortung liegt, während die übergreifende Plattformverwaltung zentral organisiert bleibt. Die administrativen Möglichkeiten ergeben sich aus dem festen Rollen- und Berechtigungskonzept; eine individuelle Anpassung einzelner Administratorberechtigungen ist nicht vorgesehen.

Gibt es eine übergeordnete Administrationsfunktion für die gesamte Organisation? MVS-ORG-06

Ja. Die zentrale Administration eines Mandanten erfolgt über die hierfür vorgesehenen Administrationsrollen: Verwaltung von Organisationseinheiten, Benutzerverwaltung, Zuweisung der fest definierten Rollen, Lizenzverwaltung sowie Verwaltung von Verfügbarkeiten und administrativen Einstellungen.

Mandantenübergreifende Funktionen für die technische Administration werden in den durch die Voigtmann GmbH betriebenen Modellen ausschließlich durch die Voigtmann GmbH wahrgenommen. Als eigenständige Kontrollfunktion steht zusätzlich die Rolle Platform Security Audit zur Verfügung – mit ausschließlich lesendem Zugriff auf Monitoring- und Mandantendaten. Operative Administration und Kontrolle sind damit organisatorisch getrennt; das Vier-Augen-Prinzip wird unterstützt.

Verwandte Themen

Glossar zu diesem Kapitel: Mandantenfähigkeit · Organisationseinheit (OE) · RBAC (Rollenbasierte Zugriffskontrolle) · Least-Privilege-Prinzip · Named-User-Lizenz (Beraterlizenz) · Call-Kapazitätslizenz

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