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V024.1 · Stand: 20.07.2026

Glossar

Zentrale Begriffsreferenz der MVS Docs: 51 Fachbegriffe aus Videoberatung, Datenschutz, Sicherheit, Integration und Betrieb – jeweils mit eigener Wissensseite, Querverweisen und Verweisen auf die passende Dokumentation. Die Suche oben findet jeden Begriff direkt.

A

ACD (Automatic Call Distribution)
Automatische Verteilung eingehender Gespräche auf verfügbare Beraterinnen und Berater.
Active Directory (AD)
Verzeichnisdienst von Microsoft zur zentralen Verwaltung von Benutzern, Gruppen und Berechtigungen.
AgentHub
Arbeitsoberfläche der MVS zur Annahme und Steuerung eingehender Ad-hoc-Videoberatungen.
AES (Advanced Encryption Standard)
International standardisiertes symmetrisches Verschlüsselungsverfahren.
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Vertrag nach Art. 28 DSGVO zwischen Verantwortlichem und Auftragsverarbeiter über die Verarbeitung personenbezogener Daten.

B

Barrierefreiheit (BITV 2.0 / WCAG)
Gestaltung digitaler Angebote so, dass sie von Menschen mit und ohne Behinderungen gleichermaßen genutzt werden können; in Deutschland geregelt durch die BITV 2.0 auf Basis der WCAG.
Betriebsmodell
Festlegung, in welcher Infrastruktur und unter wessen Betriebsverantwortung eine Software bereitgestellt wird.
Bildschirmfreigabe (Screen Sharing)
Übertragung des eigenen Bildschirminhalts an andere Teilnehmende einer Videositzung.
BSI-IT-Grundschutz
Methodik des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zum Aufbau und Nachweis angemessener Informationssicherheit.
BundID
Zentrales Bürgerkonto des Bundes zur Identifizierung gegenüber Online-Diensten der Verwaltung.

C

Call-Kapazitätslizenz
Lizenzkomponente der MVS, die die Anzahl gleichzeitig möglicher Videoberatungen festlegt.

D

Digitale Souveränität
Fähigkeit von Staat, Verwaltung und Organisationen, digitale Technologien selbstbestimmt und unabhängig zu nutzen, zu kontrollieren und zu gestalten.
Dokumentenmanagementsystem (DMS)
System zur strukturierten Ablage, Verwaltung und revisionssicheren Aufbewahrung von Dokumenten und Vorgängen.
Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)
Systematische Risikobewertung nach Art. 35 DSGVO für Verarbeitungen, die voraussichtlich ein hohes Risiko für Betroffene bergen.
DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)
EU-weit unmittelbar geltendes Datenschutzrecht für die Verarbeitung personenbezogener Daten.
DTLS-SRTP
Verfahren zum verschlüsselten Schlüsselaustausch (DTLS) und zur Absicherung von Echtzeit-Medienströmen (SRTP) in der WebRTC-Kommunikation.

E

Einladungslink
Individueller Link, über den Bürgerinnen und Bürger ohne Registrierung an einer Videoberatung teilnehmen.
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE)
Verschlüsselungskonzept, bei dem Inhalte ausschließlich von den Endpunkten der Kommunikation entschlüsselt werden können.
EUDI Wallet (European Digital Identity Wallet)
Geplante europäische digitale Brieftasche für Identitätsnachweise und Dokumente auf Basis der eIDAS-2.0-Verordnung.

F

Fachverfahren
Spezialisierte IT-Anwendung der Verwaltung zur Bearbeitung eines bestimmten Aufgabenbereichs (z. B. Meldewesen, Ausländerwesen, Soziales).
Fundstelle
Dauerhafte, eindeutige Kennung einer einzelnen Antwort oder Aussage innerhalb der MVS Docs (z. B. MVS-DS-01).

I

Individualisierungsmöglichkeit (Standard / Custom / Independent)
Abstufung, wie weit eine MVS-Lösung über die Standardplattform hinaus angepasst wird.
ISMS (Informationssicherheitsmanagementsystem)
Gesamtheit von Regeln, Prozessen und Verantwortlichkeiten zur systematischen Steuerung der Informationssicherheit einer Organisation.
ISO/IEC 27001
Internationale Norm für Informationssicherheitsmanagementsysteme (ISMS).

L

LDAP (Lightweight Directory Access Protocol)
Standardprotokoll für den Zugriff auf Verzeichnisdienste mit Benutzer- und Organisationsdaten.
Least-Privilege-Prinzip
Sicherheitsgrundsatz, nach dem jede Rolle nur die minimal erforderlichen Berechtigungen erhält.

M

Mandantenfähigkeit
Fähigkeit einer Plattform, mehrere organisatorisch getrennte Auftraggeber (Mandanten) auf gemeinsamer Infrastruktur logisch isoliert zu betreiben.
Medienbruchfreiheit
Durchgängig digitale Prozessabwicklung ohne Wechsel des Mediums (z. B. ohne Ausdrucken, Einscannen oder manuelle Doppelerfassung).
Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
Anmeldeverfahren, das mindestens zwei unabhängige Faktoren kombiniert (z. B. Passwort plus Einmalcode).

N

Named-User-Lizenz (Beraterlizenz)
Personengebundene Lizenz für Mitarbeitende, die die MVS für Videoberatungen nutzen.
NECT
Identitäts- und Vertrauensdiensteanbieter für qualifizierte Online-Identifizierung und elektronische Signatur.

O

OpenID Connect (OIDC)
Modernes, auf OAuth 2.0 aufbauendes Protokoll für Authentifizierung und Single Sign-On.
On-Premises
Betrieb einer Software in der eigenen Infrastruktur und im eigenen Verantwortungsbereich der nutzenden Organisation.
Organisationseinheit (OE)
Abbildung einer Verwaltungseinheit (z. B. Fachbereich, Amt, Standort) innerhalb der MVS-Organisationsstruktur.
OZG (Onlinezugangsgesetz)
Bundesgesetz, das Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, Verwaltungsleistungen auch digital über Verwaltungsportale anzubieten.

Q

Qualifizierte elektronische Signatur (QES)
Elektronische Signatur mit dem höchsten Vertrauensniveau nach eIDAS – der handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt.

R

RBAC (Rollenbasierte Zugriffskontrolle)
Berechtigungsmodell, bei dem Zugriffsrechte über definierte Rollen statt über Einzelberechtigungen vergeben werden.

S

SaaS (Software as a Service)
Bereitstellungsmodell, bei dem Software als betriebener Dienst über das Internet genutzt wird.
SAML (Security Assertion Markup Language)
Etablierter XML-basierter Standard für Single Sign-On und den Austausch von Authentifizierungsinformationen.
SLA (Service Level Agreement)
Vertragliche Vereinbarung über zugesicherte Servicequalität, insbesondere Verfügbarkeit, Reaktions- und Wiederherstellungszeiten.
SRTP (Secure Real-time Transport Protocol)
Protokoll zur Verschlüsselung und Integritätssicherung von Audio- und Videoströmen in Echtzeit.
Single Sign-On (SSO)
Einmalige Anmeldung, mit der Benutzer auf mehrere Anwendungen zugreifen können, ohne sich erneut zu authentifizieren.

T

Terminmanagementsystem
System zur Vergabe, Verwaltung und Steuerung von Bürgerterminen in der Verwaltung.
TLS (Transport Layer Security)
Standardprotokoll zur Verschlüsselung von Datenübertragungen im Internet (Nachfolger von SSL).
TOM (Technische und organisatorische Maßnahmen)
Nach Art. 32 DSGVO dokumentierte Schutzmaßnahmen zur Sicherheit der Verarbeitung personenbezogener Daten.

V

VDI (Virtual Desktop Infrastructure)
Bereitstellung virtueller Desktop-Arbeitsplätze, die zentral im Rechenzentrum laufen und auf Endgeräte gestreamt werden.
Videoberatung
Beratungs- oder Servicegespräch zwischen Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern per Videokommunikation.
Videotranscoding
Serverseitige Verarbeitung und Neucodierung von Medienströmen über zentrale Media-Server.

W

Warteraum (virtuelle Lobby)
Virtueller Wartebereich, in dem Teilnehmende vor Gesprächsbeginn gehalten werden, bis die Beratung startet.
WebRTC (Web Real-Time Communication)
Offener Webstandard für Audio-, Video- und Datenkommunikation in Echtzeit direkt im Browser – ohne Plug-ins.

Z

Zero Trust
Sicherheitsarchitekturprinzip, das keinem Zugriff implizit vertraut – jede Anfrage wird unabhängig von Herkunft und Netz geprüft.