Glossar
Zentrale Begriffsreferenz der MVS Docs: 51 Fachbegriffe aus Videoberatung, Datenschutz, Sicherheit, Integration und Betrieb – jeweils mit eigener Wissensseite, Querverweisen und Verweisen auf die passende Dokumentation. Die Suche oben findet jeden Begriff direkt.
A
- ACD (Automatic Call Distribution)
- Automatische Verteilung eingehender Gespräche auf verfügbare Beraterinnen und Berater.
- Active Directory (AD)
- Verzeichnisdienst von Microsoft zur zentralen Verwaltung von Benutzern, Gruppen und Berechtigungen.
- AgentHub
- Arbeitsoberfläche der MVS zur Annahme und Steuerung eingehender Ad-hoc-Videoberatungen.
- AES (Advanced Encryption Standard)
- International standardisiertes symmetrisches Verschlüsselungsverfahren.
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
- Vertrag nach Art. 28 DSGVO zwischen Verantwortlichem und Auftragsverarbeiter über die Verarbeitung personenbezogener Daten.
B
- Barrierefreiheit (BITV 2.0 / WCAG)
- Gestaltung digitaler Angebote so, dass sie von Menschen mit und ohne Behinderungen gleichermaßen genutzt werden können; in Deutschland geregelt durch die BITV 2.0 auf Basis der WCAG.
- Betriebsmodell
- Festlegung, in welcher Infrastruktur und unter wessen Betriebsverantwortung eine Software bereitgestellt wird.
- Bildschirmfreigabe (Screen Sharing)
- Übertragung des eigenen Bildschirminhalts an andere Teilnehmende einer Videositzung.
- BSI-IT-Grundschutz
- Methodik des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zum Aufbau und Nachweis angemessener Informationssicherheit.
- BundID
- Zentrales Bürgerkonto des Bundes zur Identifizierung gegenüber Online-Diensten der Verwaltung.
C
- Call-Kapazitätslizenz
- Lizenzkomponente der MVS, die die Anzahl gleichzeitig möglicher Videoberatungen festlegt.
D
- Digitale Souveränität
- Fähigkeit von Staat, Verwaltung und Organisationen, digitale Technologien selbstbestimmt und unabhängig zu nutzen, zu kontrollieren und zu gestalten.
- Dokumentenmanagementsystem (DMS)
- System zur strukturierten Ablage, Verwaltung und revisionssicheren Aufbewahrung von Dokumenten und Vorgängen.
- Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)
- Systematische Risikobewertung nach Art. 35 DSGVO für Verarbeitungen, die voraussichtlich ein hohes Risiko für Betroffene bergen.
- DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)
- EU-weit unmittelbar geltendes Datenschutzrecht für die Verarbeitung personenbezogener Daten.
- DTLS-SRTP
- Verfahren zum verschlüsselten Schlüsselaustausch (DTLS) und zur Absicherung von Echtzeit-Medienströmen (SRTP) in der WebRTC-Kommunikation.
E
- Einladungslink
- Individueller Link, über den Bürgerinnen und Bürger ohne Registrierung an einer Videoberatung teilnehmen.
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE)
- Verschlüsselungskonzept, bei dem Inhalte ausschließlich von den Endpunkten der Kommunikation entschlüsselt werden können.
- EUDI Wallet (European Digital Identity Wallet)
- Geplante europäische digitale Brieftasche für Identitätsnachweise und Dokumente auf Basis der eIDAS-2.0-Verordnung.
F
- Fachverfahren
- Spezialisierte IT-Anwendung der Verwaltung zur Bearbeitung eines bestimmten Aufgabenbereichs (z. B. Meldewesen, Ausländerwesen, Soziales).
- Fundstelle
- Dauerhafte, eindeutige Kennung einer einzelnen Antwort oder Aussage innerhalb der MVS Docs (z. B. MVS-DS-01).
I
- Individualisierungsmöglichkeit (Standard / Custom / Independent)
- Abstufung, wie weit eine MVS-Lösung über die Standardplattform hinaus angepasst wird.
- ISMS (Informationssicherheitsmanagementsystem)
- Gesamtheit von Regeln, Prozessen und Verantwortlichkeiten zur systematischen Steuerung der Informationssicherheit einer Organisation.
- ISO/IEC 27001
- Internationale Norm für Informationssicherheitsmanagementsysteme (ISMS).
L
- LDAP (Lightweight Directory Access Protocol)
- Standardprotokoll für den Zugriff auf Verzeichnisdienste mit Benutzer- und Organisationsdaten.
- Least-Privilege-Prinzip
- Sicherheitsgrundsatz, nach dem jede Rolle nur die minimal erforderlichen Berechtigungen erhält.
M
- Mandantenfähigkeit
- Fähigkeit einer Plattform, mehrere organisatorisch getrennte Auftraggeber (Mandanten) auf gemeinsamer Infrastruktur logisch isoliert zu betreiben.
- Medienbruchfreiheit
- Durchgängig digitale Prozessabwicklung ohne Wechsel des Mediums (z. B. ohne Ausdrucken, Einscannen oder manuelle Doppelerfassung).
- Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
- Anmeldeverfahren, das mindestens zwei unabhängige Faktoren kombiniert (z. B. Passwort plus Einmalcode).
N
- Named-User-Lizenz (Beraterlizenz)
- Personengebundene Lizenz für Mitarbeitende, die die MVS für Videoberatungen nutzen.
- NECT
- Identitäts- und Vertrauensdiensteanbieter für qualifizierte Online-Identifizierung und elektronische Signatur.
O
- OpenID Connect (OIDC)
- Modernes, auf OAuth 2.0 aufbauendes Protokoll für Authentifizierung und Single Sign-On.
- On-Premises
- Betrieb einer Software in der eigenen Infrastruktur und im eigenen Verantwortungsbereich der nutzenden Organisation.
- Organisationseinheit (OE)
- Abbildung einer Verwaltungseinheit (z. B. Fachbereich, Amt, Standort) innerhalb der MVS-Organisationsstruktur.
- OZG (Onlinezugangsgesetz)
- Bundesgesetz, das Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, Verwaltungsleistungen auch digital über Verwaltungsportale anzubieten.
Q
- Qualifizierte elektronische Signatur (QES)
- Elektronische Signatur mit dem höchsten Vertrauensniveau nach eIDAS – der handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt.
R
- RBAC (Rollenbasierte Zugriffskontrolle)
- Berechtigungsmodell, bei dem Zugriffsrechte über definierte Rollen statt über Einzelberechtigungen vergeben werden.
S
- SaaS (Software as a Service)
- Bereitstellungsmodell, bei dem Software als betriebener Dienst über das Internet genutzt wird.
- SAML (Security Assertion Markup Language)
- Etablierter XML-basierter Standard für Single Sign-On und den Austausch von Authentifizierungsinformationen.
- SLA (Service Level Agreement)
- Vertragliche Vereinbarung über zugesicherte Servicequalität, insbesondere Verfügbarkeit, Reaktions- und Wiederherstellungszeiten.
- SRTP (Secure Real-time Transport Protocol)
- Protokoll zur Verschlüsselung und Integritätssicherung von Audio- und Videoströmen in Echtzeit.
- Single Sign-On (SSO)
- Einmalige Anmeldung, mit der Benutzer auf mehrere Anwendungen zugreifen können, ohne sich erneut zu authentifizieren.
T
- Terminmanagementsystem
- System zur Vergabe, Verwaltung und Steuerung von Bürgerterminen in der Verwaltung.
- TLS (Transport Layer Security)
- Standardprotokoll zur Verschlüsselung von Datenübertragungen im Internet (Nachfolger von SSL).
- TOM (Technische und organisatorische Maßnahmen)
- Nach Art. 32 DSGVO dokumentierte Schutzmaßnahmen zur Sicherheit der Verarbeitung personenbezogener Daten.
V
- VDI (Virtual Desktop Infrastructure)
- Bereitstellung virtueller Desktop-Arbeitsplätze, die zentral im Rechenzentrum laufen und auf Endgeräte gestreamt werden.
- Videoberatung
- Beratungs- oder Servicegespräch zwischen Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern per Videokommunikation.
- Videotranscoding
- Serverseitige Verarbeitung und Neucodierung von Medienströmen über zentrale Media-Server.
W
- Warteraum (virtuelle Lobby)
- Virtueller Wartebereich, in dem Teilnehmende vor Gesprächsbeginn gehalten werden, bis die Beratung startet.
- WebRTC (Web Real-Time Communication)
- Offener Webstandard für Audio-, Video- und Datenkommunikation in Echtzeit direkt im Browser – ohne Plug-ins.
Z
- Zero Trust
- Sicherheitsarchitekturprinzip, das keinem Zugriff implizit vertraut – jede Anfrage wird unabhängig von Herkunft und Netz geprüft.